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Kubakrise

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Kubakrise Artikel

Die Kubakrise wird in dem Allgemeinen als der Höhepunkt und gleichzeitig als Wendepunkt in der Geschichte des Kalten Krieges angesehen. Sie war jener Zeitpunkt in der Weltgeschichte, an dem die beiden Supermächte Vereinigte Staaten Amerika und Sowjetunion kurz vor einer nuklearen Eskalation standen. Nie zuvor in der Weltgeschichte war ein Atomkrieg so wahrscheinlich wie zu diesem Zeitpunkt.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Alltag in Amerika - Leben und Arbeiten in den Vereinigte Staaten Amerika Rezension zu Kai Blums Buch "Leben und Arbeiten in den Vereinigte Staaten Amerika" Tja, bei 500 Wörtern kann man eigentlich nicht alle Eindrücke wiedergeben. Die 2. Auflage von Kai Blums "Alltag in Amerika, Leben und Arbeiten in den Vereinigte Staaten Amerika" macht einen stattlichen Eindruck. Ein stabiler Kartoneinband und ein wirklich gelungenes Design mit einer wundervollen Skyline....

Vorgeschichte

Im Januar 1959 flieht Diktator Batista von der Insel und Castro wird zunächst Verteidigungsminister danach Ministerpräsident von Kuba. Zuerst verfolgte er noch eine gemäßigte Politik und erhielt die Beziehungen zu den Vereinigte Staaten Amerika aufrecht. Die UdSSR wusste aber, dass in Castros Kabinett mehrere Anhänger des Kommunismus saßen (u.a. Ché Guevara). In dem Mai 1959 gab es nach einigen inoffiziellen Verhandlungen die ersten offiziellen diplomatischen Beziehungen zur UdSSR. Kuba hoffte, damit ein Beispiel für Lateinamerika zu setzen und so den Kommunismus in Süd- und Mittelamerika publik zu machen. Die Vereinigte Staaten Amerika waren damit nicht einverstanden. Sie schnitten Kuba die Ölzufuhr ab und untersagten Importe aus Kuba. Die UdSSR reagierte auf dieses Embargo mit der Zusage wirtschaftlicher Unterstützung. Fidel Castro wurde auch militärisch unterstützt, so dass am 17. April 1961 ein amerikanischer Invasionsversuch in der Schweinebucht scheiterte. Daraufhin bereiteten die Vereinigte Staaten Amerika verschiedene weitere Möglichkeiten zur Invasion vor.

Buch-Tipp: Atlas der Globalisierung. Die neuen Daten und Fakten zur Lage der Welt Gut recherchierte und konzipierte, informative und kritische Darstellung, leider ab und zu zu einseitig Dieser Atlas der Globalisierung ist in vielerlei Hinsicht eine der besten Darstellungen zur Globalisierung, die in letzter Zeit erschienen sind. In verschiedenen Kapiteln werden von renommierten Wissenschaftlern und Journalisten wichtige Fragen und...

Krise

Von 1959 an stationierten die Vereinigte Staaten Amerika in Italien 30 und in der Türkei 15 Atomraketen - unweit der Südgrenze der UdSSR - die auf die UdSSR Absichtten.

Im April 1962 werden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit. Wegen ihrer leichten Angreifbarkeit durch ungeschützte Aufstellung konnten sie ca. zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.

Mai 1962 begann die UdSSR, unter dem Decknamen Operation Anadyr, in dem Geheimen auf Kuba Atomraketen zu stationieren. Die Gründe dafür waren zu dem einen die Verteidigung gegen eine Invasion Kubas und zu dem anderen um eine strategische Überlegenheit der Vereinigte Staaten Amerika bei der Zahl der Interkontinentalraketen auszugleichen und Drittens aufgrund der Stationierung von US-Atomraketen in der Türkei und Italien. In dem August 1962 entdeckten US-Aufklärer erstmals Raketenabschussvorrichtungen auf Kuba, hauptsächlich in der Provinz Pinar del Río, an Atomraketen wurde noch nicht gedacht, weshalb das ganze auch nicht weiter verfolgt wurde. Die eigentliche Krise fand vom 14. bis zu dem 28. Oktober statt.

Buch-Tipp: Ausgewählte Werke in Einzelausgaben II. Kubanisches Tagebuch Der Alltag des Guerilla-Kampfes In dem „Cubanischen Tagebuch“ schildert Che Guevara seine Erlebnisse beim Guerilla-Kampf in Kuba, von der Landung auf Kuba mit dem Schiff “Granma“ bis zu dem Sieg der Rebellen. . Che Guevara mag zu DEM Mythos des Revolutionärs geworden sein, aber wer sich von dem Buch eine Art „Heldenepos“...

Auf neuen Photos wird der direkte Beweis für die Existenz von Atomraketen erbracht.

Buch-Tipp: Bewaffnetes Amerika. Waffenbesitzer und ihr Zuhause im Portät Obszön Ein wirklich obszönes Buch, insbesondere weil den Portraitierten kaum Peinlichkeit, geschweige denn Schamgefühl, anzusehen ist.

John F. Kennedy erfährt davon, und beruft sofort seinen Beraterstab (Executive Commitee , ExComm) ein. Verschiedene Möglichkeiten der Reaktion werden erörtert, darunter Hinnehmen der Stationierung, diplomatische Lösungsversuche und die militärischen Möglichkeiten der Seeblockade, des Luftangriffes und der Invasion. Alle Beratungen und Ergebnisse werden vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.

Buch-Tipp: Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Die Idee einer Söldnertruppe, welche flexibel einsetzbar ist und einzig und allein auf Bezahlung reagiert ist an und für sich ein altes Thema. Schon in dem 30jährigen Krieg ist dies mit aller Brutalität Realität geworden und Deutschland hat sehr darunter gelitten. Mit dem Buch BLACKWATER von Jeremy...

Weitere Luftaufnahmen beweisen die Existenz von mindestens 16, höchstens 32 Raketen (SS-4 und SS-5) mit einer Reichweite von bis zu 1600 km. Diese Raketen können die wichtigsten Industriestädte der Vereinigte Staaten Amerika sowie Washington auslöschen. Außerdem werden IL-28 Bomber montiert.

Buch-Tipp: Das Raketentypenbuch Darauf haben wir gewartet! Gabs noch nicht, gibts jetzt: alle Raketen dieser Welt. 200 Möglichkeiten, in den Himmel zu kommen. Gut recherchiert, trotz des technischen Themas unterhaltsam zu lesen.

Der russische Außenminister Andrej Gromyko ist zu Besuch in den Vereinigte Staaten Amerika, er bestreitet auf Anfrage jegliche Existenz von Offensivwaffen auf Kuba.

Buch-Tipp: Das flammende Kreuz Man muss einfach durch . . . Dieser fünfte Teil der Highland-Sage gehört nachdem etwas langatmigen Anfang von der Handlungsfülle her dann insgesamt doch wieder zu den besseren Teilen, wenn es auch nicht unbedingt überragend zu bezeichnen ist. Zu Beginn war ich doch ab und zu versucht, das Buch wegzulegen, weil die Handlung dann und wann einfach zu...

Kennedy und das ExComm entscheiden sich zu einer Seeblockade Kubas, trotz Proteste der Hardliner unter Kennedys Beratern, die eine direkte Invasion fordern.

Buch-Tipp: Der Ruf der Trommel. Band 4 der Highland-Saga. Am Anfang schwach, doch dann. . wird dieser Roman der Highland Saga stets spannender. Ein Glück, denn ich habe mich durch die ersten Seiten schier hindurchquälen müssen, ca. zu dem Ende hin gewinnt der Roman außerordentlich an Spannung. Also, es lohnt sich, dran zu bleiben. Die Hauptdarsteller der ersten 3 Bände rücken leider ein wenig in den...

Die Regierungen von Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland werden informiert.

Buch-Tipp: Die Nervenprobe Ausgezeichnet! Ausgezeichnete Lektüre für Leser, die die Hintergründe dieser Zeit der "Nervenprobe" kenne lernen wollen. Man erhält einen wirklich detailreichen Einblick in die Zeit, wo die Welt beinahe einen Atomkrieg erleben musste. Klar strukturiert, leicht verständlich; spannend wie ein Roman!Ich verwende das Buch auch für die Ausarbeitung...

Einer der wichtigsten Tage der Krise: die Streitkräfte werden in erhöhte Alarmbereitschaft (DEFCON III) versetzt, weitere Soldaten werden zur Vorbereitung einer Invasion nach Florida verlegt, und ungefähr 200 Schiffe rund um Kuba in Stellung gebracht. In einer Fernsehansprache um 19.00 Uhr Ortszeit verkündet Kennedy den Beginn der Seeblockade für den 24.10. um 10.00 Uhr. Ferner fordert er den sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow zu dem Abzug der Raketen von Kuba auf und droht in dem Falle eines Angriffs mit einem atomaren Gegenschlag.

Buch-Tipp: Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie Obama for President Bücher von Politiker sind meistens langweilig und zäh. Bücher von amerikanischen Politikern sind hier keine Ausnahme. Hillary Clinton lieferte für ihr Machwerk 596 Seiten, ihr Ehemann Bill Clinton 1064 Seiten - aber beide Werke ("Making History" und "My life") langweilten mich von Anfang bis Ende. Barack Obamas Buch ist...

Die Seeblockade beginnt, es kommt zu einer ersten Zuspitzung, da eine mögliche Eskalation befürchtet wird, sollten die sowjetischen Schiffe versuchen, den Sperrgürtel zu durchbrechen. Doch alle sowjetischen Schiffe drehen ab, nach dem der Radius der Blockade verkleinert wurde, um ihnen mehr Zeit zu geben. Trotzdem ist keine Kooperationsbereitschaft der russischen Regierung zu erkennen.

Buch-Tipp: Fliegende Modellraketen, selbst gebaut Modellraketen selber bauen - auch für Anfänger kein Problem Obwohl ich kein Technikfreak bin, habe ich mir trotzdem dieses Buch gekauft, weil mich dieses Thema interessiert hat. Und ich wurde angenehm überrascht. Hielt ich die Thematik „Modellraketen“ eher für technisch schwierig, belehrte mich der Autor eines Besseren....

Bei einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrates legt der amerikanische Vertreter Adlai Stevenson die Bilder der Aufklärungsflugzeuge von Kuba vor. Er fordert den russischen Vertreter Sorin auf, klar Stellung dazu zu nehmen. Dieser verweigert den Kommentar.

Kennedy erreicht ein Schreiben von Chruschtschow, im dieser anbietet, die Raketen von Kuba abzuziehen, falls eine Invasion von Kuba durch die Amerikaner ausgeschlossen werden würde. Dies wird ihm von Kennedy zugesichert.

Der entscheidende Tag der Kuba-Krise. Beide Konfliktpartner sind sich über den weiteren Verlauf unsicher. Morgens wird in Amerika ein Test einer Trägerrakete durchgeführt, über den das Excomm nicht informiert war. Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug wird über Kuba abgeschossen. Der dritte Weltkrieg, ein atomarer Konflikt, steht unmittelbar bevor. Doch Kennedy erklärt sich noch einmal zu weiteren Verhandlungen bereit, er teilt der Sowjetunion mit, dass er auch einem Abzug der amerikanischen Raketen, die in der Türkei stationiert waren, zustimmen würde. Diese Möglichkeit hält er vor den meisten Mitgliedern des ExComm, die fast alle auf Krieg pochen, geheim.

Chruschtschow lenkt ein und erklärt sich bereit, die Raketen zu entfernen. Die Krise ist beendet.

Folgen der Krise

Es gibt keinen Sieger, doch folgende Bedingungen haben sich die beiden Staaten auferlegt: Abzug der russischen Raketen aus Kuba, Verzicht auf eine amerikanische Invasion, Abzug der amerikanischen Raketen aus der Türkei (dies geschieht etwas später und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um amerikanische NATO-Partner nicht zu brüskieren und um einen innenpolitischen Propagandaeffekt zu erzielen). Die Kuba-Krise verdeutlichte ganz klar die Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung zwischen den beiden großen Supermächten des Kalten Krieges. Sie hatte zur Folge, dass beide Länder über Möglichkeiten zur Krisenbewältigung nachdachten, es wurde ein so genannter Heißer Draht zwischen Washington und Moskau eingerichtet. Es gab später auch nie mehr direkte Konflikte der Supermächte, ca. Stellvertreterkriege. Außerdem wurden in verschiedenen Abkommen eine gegenseitige Rüstungskontrolle und Atomwaffensperrverträge festgeschrieben.

Trotz dieser Fortschritte wurde das Wettrüsten nach der Kubakrise noch angeheizt. Auf sowjetischer Seite war man bestrebt, den Rückstand hinsichtlich der Anzahl von Interkontinentalraketen auszugleichen, was auch 1968 mit der Herstellung des strategischen Mächtegleichgewichts gelang. Auf US-amerikanischer Seite überwog bei den Regierungsberatern die Auffassung, die Vereinigte Staaten Amerika seien aus der Krise gestärkt hervorgegangen. Sprichwörtlich wurde der Ausspruch Dean Rusks: "Wir standen uns Auge in Auge gegenüber, und ich glaube, der andere hat geblinzelt." Das sollte zu der Überzeugung führen, dass eine harte Handhabung eines Konfliktes zu einem Erfolg für die Vereinigte Staaten Amerika führen kann. Nicht zuletzt deswegen wird angenommen, dass die unnachgiebige Haltung der Vereinigte Staaten Amerika während des Vietnamkriegs eine indirekte Folge des Ausgangs der Kubakrise war.

Mit den Ereignissen der Kuba-Krise beschäftigt sich der Film Thirteen Days und das gleichnamige Buch von Kennedys Bruder Robert.

Zitate: "Man solle die Amerikaner spüren lassen, wie es sei, von feindlichen Nuklearbasen umgeben zu sein" (Chruschtschow in dem Mai 1962 zu seinen engsten Vertrauten angesichts der in der Türkei und Italien stationierten US-Atomraketen)

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